Nach mehrtägiger Expedition auf der Transmediale in Berlin ist man geschüttelt und manchmal berührt. In einer tsunamiartigen Flut von Informationen schwappt man von einem Medienkunstwerk zum nächsten , flutet vorbei an Präsentationen, Panels, Diskussionen und wird immer wieder in die Hände von alten Freunden, Bekannten und neuen Freunden und Bekannten aus dem internationalen Medienkunstzirkel gespült.

Trotzdem, oder gerade deswegen, die Transmediale ist großartig. Es gibt wunderbare Arbeiten zu sehen, die Location im Haus der Kulturen ist prima, großzügig und von “raumtaktik” stmmungsvoll dekoriert: überall liegen plastikbezogene Matratzen herum, gespannte Kunststoffsegel bieten Projektionsflächen und böten gegebenenfalls auch Schutz falls die “schwangere Auster “mal wieder undicht würde. Man soll wohl sich an die Unbehaustheit der Polarfahrer in ihren wackligen Hütten erinnert fühlen und tut das gerne auch.

So wie man sich gerne einläßt auf all die behandelten Themen, rund um unseren schmelzenden, strahlenden, erhitzten und verkühlten Planeten. Das Problem ist nur, wie so oft, die Hermetik. Man ist unter sich, ist sich einig unter der Dunstglocke der ausgemachten Problememissionen, wiegt sich im Sound des Katastrophenrauschens und nährt dabei selbst die CO2 Speckschwarte durch das Feuerwerk aus unzähligen elektronischen Maschinen.

Eine Auswahl für mich bemerkenswerter Arbeiten folgt demnächst.